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Geschichtliches

Degerndorfs erste Erwähnung

Einer dieser Weltpriester namens Oadalscalch (Odalschalk) hatte hier eine eigene kleine Kirche. Sie war die Taufkirche einer christlichen Zellengemeinde in dieser Gegend und wahrscheinlich dem Hl. Johannes geweiht. In einer Urkunde aus dem Jahre 814 übergab dieser Priester Odalschalk seine eigene Kirche zu Tegardorf in die Hände des Bischofs Otto zur Domkirche in Freising.

Wenn schon damals eine Kirche bestand, so ist auch anzunehmen, dass schon längere Zeit Menschen auf der Degerndorfer Höhe lebten. Sie ist eine der höchsten Erhebungen der Seitenmoränenzüge und liegt 681m über dem Meer.

Der Name Degerndorf leitet sich ab von Tighearna bzw. Tegardorf das ist soviel wie Dorf der Tegerin. Nach dem Historiker Meichelbeck heißt Tagerin oder Tegerin soviel wie Fürst oder Herr. Die mit "Tegern" gebildeten Ortsnamen waren Orte, die einem vornehmen Herrn gehörten. Wahrscheinlich leitet sich der Flurname "Fürst-Tegernberg" von dieser Bedeutung ab.


aus der Chronik Degerndorf, herausgegeben im Jahre 1997,
zusammengetragen und aufgeschrieben von Walter Holzer