Stand Januar 2010:
Gemeinde kümmert sich selbst um DSL
erschienen am 14.01.2010 von Tanja Lühr, Münchner Merkur
Münsing - Die Gemeinde nimmt die DSL-Versorgung ihrer Ortsteile jetzt selbst in die Hand. Sie hat ein Ingenieurbüro beauftragt, nach einer Lösung für Degerndorf, Ambach, Attenkam und St. Heinrich zu suchen.
Das Ingenieurbüro IT-K Kontakt erarbeitet bereits für den Landkreis eine Studie zur besseren Breitbandversorgung. Nach ersten Vorgesprächen hat sich nun herauskristallisiert, dass auch für Degerndorf, wie bereits für Ambach angedacht, eine Hybridlösung der einzige Weg ist, vernünftige Bandbreiten (über einem Megabit) bereit zu stellen. Beim Hybridfunk wird mittels Richtfunk das Signal in den Ort übertragen und innerhalb des Orts über das vorhandene Kabelnetz verteilt. Eine reine Funklösung lehnt die Bevölkerung ab.
Stand September 2009:
Neue Auschreibung der Gemeinde Münsing
Der Breitbandpate der Gemeinde Münsing, Josef Limm, hat die Frist zur Ausschreibung der Gemeinde Münsing verlängert. Bis 16.10.2009 haben interessierte Anbieter nun Zeit, ihr Angebot abzugeben. Damit will die Gemeinde Münsing wohl einen alternativen Anbieter suchen, nachdem die Telekom den Leitungsausbau durch einen Investitionsstopp (siehe Artikel unten) aufgeschoben hat.
Hoffentlich kommt in das Thema wieder etwas Belebung, während wir darauf warten und mit langsamen Verbindungen im Internet lesen müssen, dass beispielsweise die finnische Regiserung allen Einwohnern eine DSL-Garantie geben will - geplant ist ein garantierter Breitbandanschluss von 1 MBit bis Ende 2010.
Stand Mai 2009:
Telekom stoppt DSL-Ausbau
erschienen am 21.05.2009 im Münchner Merkur (do)
Bad Tölz-Wolfratshausen - Die Telekom stoppt (vorerst) den Ausbau des DSL-Breitbandnetzes. Betroffen sind vor allem die ländlichen Gebiete. Bürgermeister und Gemeinderäte reagieren verstimmt.
Der Kampf um das schnelle Internet ist ins Stocken geraten. Nachdem die Bundesnetzagentur der Deutschen Telekom weniger Nutzungsentgelt für die Vermietung der Leitungen zugebilligt hat, will der Telekommunikationsriese vorläufig keine neuen Investitionen tätigen. Leidtragende der Entscheidung sind die Gemeinden, die noch nicht über DSL verfügen.
Das schnelle Internet ist nicht zuletzt ein bedeutender Wirtschaftsfaktor – zum Beispiel für den Münsinger Ortsteil Degerndorf. Seit längerem bemüht sich Bauamtsleiter und Breitbandpate Josef Limm um eine Einbindung ins DSL-Netz – unter anderem wegen des Degerndorfer Gewerbegebietes. Die Gemeinde Münsing hatte bereits im Oktober vergangenen Jahres ein Angebot von der Bonner Firmenzentrale der Telekom erhalten. „Doch es fehlten Daten, die wir für die Beantragung staatlichen Fördergelder gebraucht hätten“, erklärt Limm. Die Telekom wollte nachbessern – bislang ohne Ergebnis.
Auch in Dietramszell warten die Verantwortlichen seit Wochen auf ein Angebot der Telekom. Noch immer sind die Rechner im Ortsteil Ascholding nicht ans schnelle Internet angebunden. Im Streit zwischen Regierung und Unternehmen sieht Bürgermeisterin Leni Gröbmaier einen „deutlichen Wortbruch der großen Politik“.“ Der Staat habe mit der Preisregulierung eine „völlig unverständliche Kehrtwende“ eingeleitet. Gröbmaier: „Schließlich ist die flächendeckende DSL-Anbindung einst als Ziel ausgegeben worden.“
In Eurasburg ist dieses Projekt zumindest theoretisch größtenteils erfüllt: „Die Glasfaserkabel sind von Beuerberg bis Achmühle verlegt“, meldet Bürgermeister Michael Bromberger. Woran es fehlt, sind Verteilerkästen. Drei sollen in Eurasburg, einer in Achmühle errichtet werden. „Die Verträge sind unterschrieben. Ich gehe davon aus, dass sie eingehalten werden“, sagt der Rathauschef. Bromberger, der nach dem verkündeten Ausbaustopp mit Verzögerungen bei der Anbindung von entlegenen Ortsteilen in seiner Gemeinde rechnet, bemängelt die „wohl sehr emotionale“ Reaktion der Telekom: „Die spielen jetzt den Beleidigten.“ (do)
Stand November 2008:
Degerndorfer gründen Initiative "DSL"
Ein Breitbandanschluss fordern die Dgerndorfer schon lange. Nachdem sich um die Herren Noppes und Grunwald eine Bürgerinitiative gefort hat, erhielt das Thema in der Gemeindeverwaltung etwas mehr Beachtung."DSL - Degerndorfer für schnelle Leitung" heißt die Initiative, die mit einer Bedarfermittlung begonnen hatte. Mittlerweile ist etwas mehr Schwung in der Initiave und einer Möglichen Umsetzung. Doch bis der Breitbandanschluß für die Degerndorfer zur Verfügung steht wird es wohl Mitte bis Ende 2009.
Auch auf der Bürgerversammlung im November 2008 war DSL ein beherrschendes Thema. Mehrere Wortmeldungen forderten Informationen zum aktuellen Stand ein und betonten die Bedeutung des schnellen Internets für die Degerndorfer Gewerbebetriebe und Privatanwender.
Neben Degerndorf hoffen auch die Ortsteile Attenkam und Ambach auf eine Anbindung. In technischer Hinsicht favorisieren sowohl die Bürger als auch die Gemeinde eine kabelgebundene Lösung. Eine Datenübertragung per Funk wäre zwar schneller umzusetzen, aber stößt dies aufgrund der ungewissen Auswirkungen und störungsanfälligen Verfügbarkeit bei den Bürgern auf harte Gegenwehr.
Josef Limm, Breitbandpate der Gemeinde Münsing, bereitet gegenwärtig alle Informationen für die angestrbete Förderung durch den Freistaat vor. Dazu müssen alle vorligeneden Informationen wie die BEdarfermittlung, Kostenschätzungen der Telekom, etc. in ein Internetportal gestellt werden sowie viele weitere Angaben ausgefüllt werden. „Wir sind intensiv am Arbeiten“, betonte Grasl nachdrücklich auf der Bürgerversammlung.